Der „Black Friday“ ist seit Jahren und Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Kultur der Vereinigten Staaten von Amerika. Jahr für Jahr verleitet er Millionen Amerikaner dazu, sich nachts oder frühmorgens in enormen Schlangen vor den Türen der Kaufhäuser zu tummeln, um sich die verlockendsten Schnäppchen des Jahres zu sichern. Der Black Friday findet immer am Freitag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest der USA, statt. Der Black Friday hat – obwohl offiziell nichts dergleichen – durchaus etwas von einem Nationalfeiertag des Shoppings, weil viele Arbeitnehmer ihn als Brückentag zwischen Erntedank und dem folgenden Wochenende nutzen. In einem Teil der Staaten – darunter Texas, Florida, Washington und Kalifornien – haben Angestellte des Staates sogar frei. Die Händler nutzen dies, um kaufwillige Kunden mit einmaligen Rabatten und Sonderangeboten möglichst früh in ihre Läden und Kaufhäuser zu locken – mitunter sogar schon um Mitternacht. Kein Wunder, dass der Black Friday für den Einzelhandel in den USA seit Jahrzehnten der umsatzreichste Tag des Jahres ist.
Auftakt des Weihnachtsgeschäfts Der Black Friday bildet den Auftakt des Weihnachtsgeschäfts. Regelmäßig kommt es zu erbitterten Kämpfen um die profitabelsten Schnäppchen. Übrigens: Anders als der Name beziehungsweise Begriff „Black Friday“ vielleicht vermuten lässt, hat er keinerlei Bezug zum deutschen „Schwarzen Freitag“ – in den Vereinigten Staaten von Amerika bekannt als „Black Thursday“ -, der sich auf den New Yorker Börsencrash vom 24. Oktober 1929 bezieht. Damals kam es zu eklatanten Kursverlusten. Die Form des heutigen Black Friday erhielt dieser in den 1960er Jahren. Der Begriff beschrieb die Verkehrsstaus und Menschentrauben auf den Gehsteigen, die sich an den zwei Folgetagen von Thanksgiving in den Straßen der Städte bildeten. Der Name bezieht sich auf die schwarz erscheinende Masse der Menschen in den Einkaufsstraßen. Die Umsätze, die am Freitag nach Thanksgiving gemacht werden, bringen die Bilanzen vieler Einzelhändler in die Gewinnzone. Auf diese Art und Weise werden Verluste der Vormonate ausgeglichen. Cyber Week in Deutschland Der Black Friday funktioniert in den Vereinigten Staaten von Amerika – warum dann nicht auch in Deutschland? Das zumindest dachte sich das Unternehmen Apple – und brachte den Tag des Shoppings im Jahre 2006 erstmals auch hierher. Die Kultmarke aus dem Staate Kalifornien bot ihre Black-Friday-Angebote auch im deutschen Onlineshop sowie den deutschen Apple-Stores an – und erreichte damit enorme Umsätze. Angelockt von Apples Erfolg, veranstalten seither immer mehr und mehr Onlinehändler spezielle Black-Friday-Verkaufsaktionen, die mit zahlreichen Schnäppchen und Sonderangeboten locken – so beispielsweise Asos, Gravis, Saturn, Zalando, Euronics und Urban Outfitters. Der Onlinehändler Amazon bietet sogar für die Dauer einer ganzen Woche Produkte mit bis zu 50 Prozent Rabatt. Hier ist garantiert für jeden etwas dabei. Die sogenannte „Cyber Week“ lockt vor allem mit Angeboten aus den Bereichen Kleidung und Elektronik. Der wichtigste Tipp für alle Kaufbegeisterten: Es gilt, schnell zu handeln. Nur so kann man in der Cyber Week ein wirkliches Schnäppchen machen. Die wirklich guten und interessanten Schnäppchen sind nicht selten schon binnen Stunden ausverkauft. Weil viele Schnäppchen und Sonderangebote aber auch auf unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller basieren, gilt es, genau hinzusehen. Empfehlenswert ist ein Preisvergleich, um einen Überblick über den üblichen Preis eines Produktes zu bekommen. Dann steht dem Shoppingvergnügen im Internet nichts mehr im Wege.